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> 03.12.98 < Ausgabe 50/98

Top News Online

    1. Privicy Ade? - EU-Minister fordern totale Internet-Überwachung
    2.
    Dubios! - Internetstreik-Verein mit unrealistischen Zielen
    3.
    Überraschung - Arcor ist bei Ortsgesprächen teurer als Telekom
    4.
    Erfolg - Bayern Online hat 130 000 Mitglieder

Neue/empfehlenswerte Webpages

Top News Hard/Software

Online-Mix

Tips und Tricks

netNite Intern

Top News Online

1. Privacy ade? - EU-Minister fordern totale Internet-Überwachung

Es kommt Bewegung in die andauernde Rechtsunsicherheit bei Internet-Angeboten - und das gleich auf der Ebene der Europäischen Union. Doch zu früh gefreut, denn es geht bei den Forderungen des Europäischen Rats der Justiz- und Innenminister nicht um eCommerce oder Urheberrecht, sondern um Überwachungsmaßnahmen durch die Staatsorgane.

Wie diese Woche bekannt wurde, will der Rat mit den ENFOPOL-Beschlüssen die Anbieter von Festnetz-, Mobilfunk- und Internetanschlüssen dazu veranlassen, einen Zugriff auf sämtliche Telekommunikationsdaten ihrer Kunden zu ermöglichen.
Nicht nur, daß die Anbieter den "gesetzlich ermächtigten Behörden" Kundendaten, wie Name und Adresse, liefern sollen. Auch Passwörter, Kontonummern und Informationen über das Benutzerverhalten sollen zugänglich gemacht werden. Darunter fallen dann z.B. auch Ruf- bzw. eMail-Weiterleitung und die Rufnummern von aus- und eingehenden Telefongesprächen. Sogar angesurfte Internet-Adressen sollen von den Providern in Zukunft mitgeschrieben werden.

Wenn es nach den Ministern geht, rettet den Surfer nicht einmal mehr die Verschlüsselung von Daten: die Provider sollen in Zukunft jederzeit in der Lage sein, verschlüsselte Daten in Klartext auszuhändigen. Wie der News-Service One World berichtete, soll sogar eine Verbindung der europäischen Überwachungsorgane mit der US-Bundespolizei FBI hergestellt werden.

Größter Kritikpunkt an den Plänen der Rates: Benötigten die Organe bisher eine richterliche Erlaubnis für derartige Überwachungsmaßnahmen, sollen solche Aktionen in Zukunft auch ohne Gerichtsbeschluss möglich sein.

Doch zum Glück wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Denn bei den Forderungen handelt es sich vorerst nur um eine Willenserklärung und noch nicht um einen Beschluß. Bevor die Forderungen Wirklichkeit werden, muß noch das Europäische Parlament zustimmen.

++ Der Europäische Rat der Justiz- und Innenminister
* http://ue.eu.int/jai/default.asp?lang=de

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2. Dubios! - Internetstreik-Verein mit unrealistischen Zielen

Noch vor dem ersten deutschen Internetstreik kritisierten wir (netNewsletter 40/98) eine fehlende Vertretung von Internet-Usern in Deutschland und die Hau-Ruck-Mentalität der Aktion. An Sonntagen sollten die Surfer ihr Modem kalt lassen, um die Telekom zu günstigeren Tarifen im Ortsbereich zu zwingen.

Hoffnung kam auf, als wir von der in Gründung befindlichen Initiative Internetstreik e.V. hörten. Doch die ersten Recherchen zeigen: Von einer soliden Interessenvertretung der Privat-User ist auch hier weit und breit nichts zu sehen. So versteht sich der Verein - anders als die Streik-Initiatoren des Dark Breed e.V. - nicht als Initiative für den User, sondern als Forum der Anbieter von elektronischem Handel (eCommerce).

Warum auch nicht, schliesslich braucht jede Seite ihre Vertreter. Doch die uns von Mitbegründer Thorsten Weigl genannten Ziele lassen dann doch Zweifel aufkommen, ob ein solcher Verein der Sache insgesamt nicht eher schadet.
Man will sich auf die Bekämpfung von "zu hohen (eCommerce-)Sicherheitstandards in Deutschland" und "zuviel Bürokratie im Internet" konzentrieren. Außerdem ist man gegen "eine Gesetzgebung im Internet", da "so was den Fortschritt eh nur behindert".

Fazit: Alles bleibt beim alten. Die User haben immer noch keine gemeinsame Vertretung und eine Gruppe von Anbietern versucht den Trend zu mehr Anarchie im Internet voranzutreiben. Ob das deutsche Internet das wirklich braucht?

Hoffentlich haben die Franzosen eine bessere User-Vertretung als wir Deutschen, denn am 13.12. startet im Land von Libertel, Fraternite und Egalite der erste Internet-Streik gegen den Telefon-Riesen France Telecom.

* http://www.internetstreik.de

++ Die Homepage des immer noch bestehenden Dark Breed e.V.:
* http://www.gamespy.de/internetstreik/

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3. Überraschung - Arcor ist bei Ortsgesprächen teurer als Telekom

Als erstes Konkurrenzunternehmen zur Deutschen Telekom kündigte Arcor letzte Woche einen Ortstarif in den deutschen Ballungszentren Berlin, Dresden, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln und München an. Vor allem Online-Nutzer haben auf diesen Moment lange gewartet, doch die Euphorie ist bei den meisten schon wieder verflogen, da Arcor zu keiner Uhrzeit billiger ist als die Telekom.

Pressesprecher Rogge begründet dies mit den hohen Einmalkosten, die die Telekom Arcor auferlegt und die man auf die Tarife umlegen müsse. Er bat aber auch zu bedenken, daß man mit DM 44,90 unter der monatlichen ISDN-Anschlußgebühr (DM 46 - 69, je nach Anschluß) der Telekom liegt. Dieser Preis würde zudem bereits alle ISDN-Leistungsmerkmale enthalten, die man bei der Konkurrenz noch zusätzlich bezahlen muss.
Um aber trotzdem das Interesse der Kunden zu wecken, bietet Arcor für DM 54,80 pro Monat ein sogenanntes Dienstepaket an. Hier ist nicht nur ein ISDN-Vollanschluß, sondern auch ein unbeschränkter Internetzugang enthalten. Hier nun die einzelnen Tarife (im Vergleich zur Deutschen Telekom)

    Uhrzeit Arcor Telekom
    05 - 08 : 3,00 DM 3,00 DM / Std.
    08 - 18 :    5,40 DM    4,80 DM / Std.   
    18 - 21 : 3,00 DM 3,00 DM / Std.
    21 - 05 : 3,00 DM 1,80 DM / Std.

Wenn überhaupt, ist der Arcor-Ortstarif momentan nur zwischen 5 und 8 Uhr sowie zwischen 18 und 21 Uhr interessant, denn da kostet die Stunde Ortsgespräch zwar immer noch genauso viel wie bei der guten alten Telekom, bietet aber wesentlich mehr Dienstmerkmale als die eines ISDN-Standardanschluß der DTAG.
Außerdem muß man Arcor zugute halten, daß sie die ersten sind, die sich dem Preiskampf im Ortstarif gegen die Telekom stellen. Bleibt zu hoffen, daüß auch hier bald die Preisspirale nach unten beginnt und uns 1999 wesentlich günstigere Preise beschert.

* http://www.arcor.de

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4. Erfolg - Bayern Online hat 130 000 Mitglieder

Die Bürger kostenlos ins Internet zu bringen - das hat sich die bayerische Staatsregierung schon vor vier Jahren vorgenommen. Rund 150 Millionen Mark wurden seither aus staatlichen und privaten Quellen investiert.
Das ergibt zwar satte 1153 Mark pro bisher vernetztem Bayern, doch nicht eingerechnet sind hier die staatlichen Organisationen wie Schulen. Auch die profitieren von Bayern Online.

Erwin Huber, Leiter der bayerischen Staatskanzlei, bezeichnet das Projekt jedenfalls als vollen Erfolg. Die bisher kostenneutral arbeitenden 81 Bürgernetzvereine dürfen zwar nun auch gewinnorientiert arbeiten, Huber hofft aber dennoch, daß daraus keine Provider wie alle anderen werden. Und wir hoffen, daß mit dem neuen Konzept die Zugänge der Bürgernetzvereine auch ein bißchen schneller werden...

* http://www.bayernonline.de/

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Neue / empfehlenswerte Webpages

5.1 Diese Webseite hängt an einem menschlichen Haar

Wir tragen sie schon immer auf dem Kopf und wissen doch nichts von ihnen: Haare.
Wieso werden Sie weiß, kräuseln sich bei einer Dauerwelle oder kämpfen vor jedem Date 30 Minuten gegen ihre Besitzerin?

Diese Fragen beantwortet die Online-Ausstellung The Science of Hair des Naturkundemuseums von San Francisco. Mit einigen Real-Videos und noch mehr Insiderinformationen aus der Welt der Sham1poo-Hersteller wird einem hier alles vom Aufbau eines einzelnen Haares bis zur genauen chemischen Zusammensetzung eines Shampoos leicht verständlich erklärt.

Nur eins bleibt uns selbst nach dem Besuch bei Science of Hair noch immer ein großes Geheimnis:
die Frisur von Rudolf Moshammer!

* http://www.exploratorium.edu/exploring/index.html

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5.2 Alle Radiofrequenzen - mit "Krs´ Radioworld"

Sie kennen das, man schlendert in der Mittagspause durch den Stadtpark von Kuala Lumpur, ein älterer Herr sitzt auf einer Parkbank und dreht verzweifelt an seinem Weltempfänger, doch es kommt einfach kein vernünftiger Empfang zustande.
Hilfsbereit will man dem netten Mann einen Sender einstellen, doch woher so schnell eine Radiostation in Malaysia nehmen? Glücklich schätzen kann sich da ein jeder, der einfach zu seinem Notebook greift und auf die Seiten von "Krs´ Radioworld" surft.

Dort findet man eine komplette Übersicht aller Sender, die man in Malaysia und vielen anderen Ländern empfangen kann.
"Kr" steht für Krumbacher, den Familiennamen des Autors dieser ausgezeichnet recherchierten Seite, auf der sich jeder Rundfunkliebhaber durch die komplette "Radiowelt" aller sechs Kontinente klicken kann. Virgilio Krumbacher hat sich auch noch die Mühe gemacht, diese Flut von Radiosendern zusätzlich nach Sprachen, Sende-Formaten und Live-Angeboten zu sortieren. Außerdem gibt es Links zu den einzelnen Programmen, mit denen man heute schon viele Sender über das Internet hören kann. Die rundum gelungene Seite eines wahren Radiofans.

++ Virgilio Krumbachers Radioworld:
* http://www.krumbacher.com

++ Natürlich fehlt auch dieser Link in Krumbachers Radioworld nicht:
* http://www.bayern3.de/live/

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5.3 Dieser Weihnachtsmann erkundigt sich nach Ihren Wünschen

Alle Jahre wieder: Wie frage ich meine Lieben nach ihren Weihnachtswünschen? Doch auch alle Jahre wieder stellt die Firma Tobit ihr Messaging-System "David" in der Adventszeit kostenlos allen Surfer zur Verfügung. Jedermann kann hier einen Text hinterlassen, der dem lieben Mitmenschen dann von einem Sprachsynthesizer am Telefon vorgelesen wird. Die Telefongebühren zahlt Tobit.

Neu ist in diesem Jahr, daß das System die Antworten der von der Roboter-Stimme überraschten Zielpersonen dem ursprünglichen Auftraggeber als WAV-Datei per eMail zuschickt. Ideal für eine diskrete Frage nach den Weihnachtswünschen.

Doch Vorsicht: Da sich jeder als "Schatzi" oder ähnliches im System anmelden kann, ist der Auftraggeber des Anrufs vielleicht gar nicht die Person, der sie ihre Weihnachtswünsche preisgeben wollten...

* http://www.tobit.com/2

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5.4 Diese Arktis-Expedition hilft geistig Behinderten

Hilfsaktionen für Behinderte gibt es viele, doch wohl niemand hat bisher gewagt, was der französische Autor und Fotograf Francois Beiger im April 1999 vor hat:
er startet mit vier geistig Behinderten eine Expedition in die kanadische Arktis Nunavik an der Ostküste der Ungava Bucht.

Beiger, selbst Vater eines am Down-Syndrom erkrankten Kindes, wird den rund 2300 Kilometer langen Trip mit den von ihm selbst gezüchteten Huskies meistern und die auf der Expedition gesammelten psychologischen, pädagogischen aber auch kulturellen Erfahrungen in einem Buch festhalten.
Dieses wird dann zugunsten von Perce-Neige - einer französischen Stiftung, die sich um behinderte Kinder kümmert - verkauft.

Um die übrige Welt auch während der dreizehn Monate währenden Expedition möglichst aktuell auf dem laufenden zu halten, wird Beiger, der auch als Grafiker arbeitet, seine Web-Seite ständig aktualisieren.
Unserer Meinung nach eine hervoragende Idee für eine nicht ganz alltägliche Hilfsaktion!

++ Hier werden wir ab April 99 wohl regelmäßig vorbeischauen:
* http://www.generation.net/~frbeiger/html/nuna-en.html

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5.5 Wetten?!?...Dazu haben Sie Cola noch nie benutzt

Wußten Sie, daß man mit Coca-Cola Ölflecken beim Waschen leichter rauskriegt? Oder das aufgelöstes Alka-Seltzer bei juckenden Mückenstichen hilft?
Bei Wacky Uses können Sie erfahren, wie vielseitig die Markenprodukte des täglichen Lebens sind. Joey Green, Autor mehrerer Haushaltsbücher, hat auf seiner Seite viele Tips zusammengetragen, die sie wohl nie für möglich gehalten hätten. Einen Rat können Sie sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Haare schmieren: einmal pro Woche Majonnaise ins trockene Haar ersetzt nämlich die teure Pflegespülung vollkommen. Und Sie verschwenden so etwas noch fürs Kochen...tststs...;-)

* http://www.wackyuses.com

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TopNews Hardware / Software

6. Quantensprung - Vom Mikro- zum Nanochip

Schon heute möchten manche PC-Benutzer den Megahertz-Wahnsinn der Industrie nicht länger mitmachen. Der Pentium mit 200 Megahertz vom letzten Jahr wird ansgesichts eines Mediamarkt-PCs mit 400 Megahertz für unter 2000 Mark schon wieder als veraltet angesehen.

Doch das dürfte noch einige Zeit so weitergehen, meint zumindest der Koordinator des Kompetenzzentrums für Nanoanalytik in Münster, Prof. Harald Fuchs. In zehn bis fünfzehn Jahren könnten die Computer einige hundert- oder gar tausendmal schneller sein als heute.

Die Nanotechnologie sei eine der Schlüsseldiziplinen des 21. Jahrhunderts, sagte der Wissenschaftler der dpa. Bei der Nanoanalytik beschäftigen sich die Forscher mit Strukturen, die nur noch ein Millionstel-Millimeter groß sind. Das entspricht einem menschlichen Haar, das der Länge nach in 50.000 Teile aufgespalten wird.

Daß "immer kleiner, immer schneller" keine reine Zukunftsvision ist, beweist die japanische Firma Hitachi: Sie hat vor kurzem in Tokyo einen Speicherchip für 128 Megabit (16 Megabyte) vorgestellt, bei dem ein einziges Elektron eine Information speichert. Bei bisherigen Speicherchips bestehen die einzelnen Speicherzellen aus winzigen Transistoren, die aber immer noch einige hunderttausend Atome groß sind.

An der Prozessorenfront kämpft Intel nicht allein um höhere Taktraten. Konkurrent Samsung hat den ursprünglich von Digital entworfenen Alpha-Chip in einer neuen Version mit bis zu 600 Megahertz vorgelegt. Schon 1999 werden die ersten Prozessoren erwartet, die die Grenze von einem Gigahertz (1024 Megahertz) überspringen.

* http://semiconductor.hitachi.com
* http://www.usa.samsungsemi.com/products/family/browse/alpha.htm
* http://www.intel.com

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7. MacLockSmith - Dateien Mac-like verschlüsseln (Mac-Shareware)

Im Grunde gibt es bereits eine Menge ausgereifter Programme zur Verschlüsselung vertraulichen Daten; und dennoch gehen die meisten unserer eMails immer noch für jedermann lesbar durch die Leitungen. Denn leider ist 'Encryption'-Software wie z.B. MacPGP oder Aladdin PrivateFile noch nicht in Form einer CD-ROM auf jede Fernseh- und Computerzeitung geklebt und installiert sich nicht so simpel wie die AOL-Zugangs-Software.

Wer dennoch hin und wieder Dateien passwortgeschützt oder gar verschlüsselt über das Internet senden will, muß nicht zu den oben genannten Produkten oder Stuffit Deluxe greifen. Die 200K große Shareware "The MacLocksmith" 2.3.0 tut es für den Anfang genauso. Man zieht die zu verschlüsselnde Datei auf das Programm, gibt ein Passwort ein und die Datei ist nicht mehr ohne das Passwort zu entschlüsseln.

Ob die Daten genauso sicher sind wie mit PGP, sei dahingestellt, aber zum gelegentlichen Austausch konspirativer Schriften unter Mac-Usern ist es allemal praktisch. Zudem kann man auch sogenannte "Cryptets" erstellen. Das sind (ähnlich wie *.sea-Archive) Programme, die sich von alleine wieder entschlüsseln können, ohne daß der Empfänger den MacLocksmith dafür benötigt.

++ Für nur US$ 10 können auch Sie der NSA ein Dorn im Auge werden: Der "MacLocksmith" 2.3.0
* http://www.geocities.com/SiliconValley/Network/7162/maclocksmith.html

++ Für viele die einzig "wahre" Verschlüsselungs-Software: MacPGP International
* http://www.pgpi.com/

++ Stuffit Deluxe 5.0 und Private File 2.0 gibt's bei Aladdin:
* http://www.aladdinsys.com/

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8. Monimals - Wecken Sie das Tier in Ihrem Monitor!

Computer-Monitore sind zwar in den letzten Jahren immer billiger und qualitativ besser geworden, aber sie haben immer noch ein großes Problem: Sie sehen alle gleich langweilig und unförmig aus.

Wer dem grauen Monitor-Alltag entfliehen möchte oder sich schon immer ein Haustier gewünscht hat, der sollte sich ein Monimal zulegen, einen der ausgeflippten Monitor-Plüschbezüge in Tierkopf-Form. Die elastischen Überzüge passen auf jeden 14, 15 oder 17-Zoll-Bildschirm und sind in den Modellen Löwe, Schaf, Kuh oder Elch (Vorsicht Kippgefahr!) für DM 49 erhältlich. Um den tierischen Monitor noch perfekt zu machen, wird auch ein Bildschirmschoner mit dem Gesicht des jeweiligen Tiers mitgeliefert.

Jetzt fehlen nur noch Monimal-Bezüge für das Computer-Gehäuse und schon sieht das Großraumbüro aus wie eine kleine Farm...

* http://www.monimals.de/

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OnlineMix

9. Dünnes Eis! Wer Kati Witt scannt wird verklagt

Wo finden Erotik-Freunde Nacktfotos von Promis, wenn sie nicht DM 9 in das Playboy-Heft investieren wollen?
Genau: im Internet. Zwar verstoßen diese gescannten und ins Netz gestellten Bilder gegen das Urheberrecht, doch bisher ging der Playboy nicht dagegen vor. Jetzt hat der Münchener Bauer-Verlagein besonders schützenswertes Objekt der Begierde ausgemacht:

Eisprinzessin Katarina Witt, oder besser: deren Playboyfotos, die sich inzwischen sogar in deutschsprachigen Newsgroups finden lassen. Nicht nur kommerzielle Anbieter der Fotos, sondern sogar private Fans der Eiskunstläuferin, die die Fotos auf ihrer privaten Homepage zeigen, will der Playboy nun belangen. Man prüfe zwar noch, welche technischen Möglichkeiten es zur Suche gibt, wolle sich aber auf keinen Fall auf Zufallsfunde verlassen.

Stephan Dix, Projektleiter Online, erklärte uns, man sei dazu durch die Verträge mit Lizenzgebern und Models verpflichtet. Man werde außerdem nicht nur gegen Urherberrechtsverletzungen bezüglich des Playboy, sondern gegenüber allen anderen Bauer-Titeln (z.B. Bravo) gleichermaßen vorgehen.

Wir wünschen den Kollegen vom Playboy viel Spaß beim Suchen in den 270.000 Newsgroups und etlichen hundert Homepages.

++ Hier gibt's leider keine Bilder von Kati Witt...
* http://www.playboy.com

++ Mit einer einfachen Suche in Altavista sind sie aber sicherlich leicht zu finden:
* http://www.altavista.com/cgi-bin/query?pg=q&kl=XX&q=%2Bkatarina+%2Bwitt

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10. 6,7 Mio Menschen spielen 1998 Christkind via Internet

Laut einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens Cyber Dialogue werden in diesem Jahr weltweit über 6,7 Millionen Menschen Weihnachtsgeschenke per Internet kaufen.

Noch höher ist laut Cyber Dialogue mit 9 Millionen die Zahl derer, die sich im Netz über Artikel informieren und diese dann auf klassischem Wege beziehen. Das gesamte Volumen des Jahresendgeschäfts im Web beläuft sich der Studie zufolge auf über US$ 2 Mrd., was eine Steigerung von 300 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dabei sind es längst nicht mehr nur die Computer-Enthusiasten, die per Web einkaufen:
Gefragt sind bei den Online-Shoppern neben Elektronik auch Kleidung, Kosmetika, Bücher und CDs.

++ Der deutsche Weihnachts-Shopping-Channel von Excite:
* http://www.excite.de/shopping

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11. Minuspunkt der Woche: Planet Interkom - Start mit Hindernissen

Das Angebot der Telefonfirma Viag Interkom klingt verlockend: Internet-Zugang zum Festpreis von 10 Pfennig die Minute, inklusive Telefongebühren.

Folglich versucht auch die Redaktion des netNewsletters seit einer Woche, sich bei Planet Interkom anzumelden. Aus dem auf der Webseite versprochenen "Surfabenteuer" wurde aber zunächst ein "Telefonabenteuer".
Wie bei AOL muß der potentielle Kunde auch bei Planet Interkom vor dem Absurfen der 50 Freistunden seine Bankverbindung angeben - und hier scheitern wir ständig. Die korrekte Bankleitzahl unserer Sparkasse wird als "ungültig" zurückgewiesen.

Wir greifen zum Hörer, doch die Hotline ist ebenso kostenlos wie umsonst. Zwar begrüßt uns das Voice-Mail-System um kurz vor elf Uhr abends noch, und meint, wir sollten bei Fragen zu Planet Interkom die Eins wählen - doch damit landen wir bei der Mobilfunkabteilung. Der Mitarbeiter dort kennt das Problem: Nach 22:30 Uhr gibt's keine Auskunft mehr zum Internet-Angebot, wir sollen am nächsten Morgen um 8:30 anrufen. Aber besser nicht "ab" 8:30 Uhr", denn die Hotline sei ständig überlastet.

Der Mann hat recht: Bein nächsten Anruf pünktlich um halb neun wirft uns das System aus der Leitung. Das Spiel geht nun seit einer Woche so: abends keiner da, unter tags überlastet. Wie gerne würden wir Ihnen sagen, ob Viags Internet-Angebot etwas taugt. Allein - wir wissen es nicht. Sollten wir irgendwann einmal doch ein Account anmelden können, lesen Sie unsere Erfahrungen in einem der nächsten netNewsLetter.

* http://www.planet-interkom.de/

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12. Gastkritik: GIGA-TV - Ein neuer Stern am Fernseh-Internet-Himmel?

...und dann war da noch die neue Sendung auf NBC, namens GIGA. Fünf Stunden täglich (!!!) von Montag bis Freitag jeweils ab 15 Uhr (und zur Wiederholung ab Mitternacht nochmals 5 Stunden) Infos über Internet, Online, Musik, Stars, Sport und Spiele.

Idee eigentlich sehr gut, aber wer bei NBC eine der ersten bis dato fünf Folgen gesehen hat, bekommt schnell den Eindruck, in der schlechten Produktion eines Offenen Kanals einer kleinen Provinzstadt gelandet sein (und selbst da gibt es bessere Produktionen).

Sicher ist aller Anfang schwer, doch abgesehen von der schlechten Kameraführung und den immer zu spät eingespielten Trailern sollten einige GIGA-Moderatoren (oder, wie sie sich selbst schon ironischerweise bezeichnen: Moderatorten!) Sprach- und und vor allem Computerunterricht nehmen. (Emily: "Asche über meine Haube - ach nee, das war anders, oder?")
Wer am Anfang die Sendung mit großem Interesse verfolgt und gehofft hat, daß es in der deutschen Fernsehlandschaft nun endlich auch mal einen Kanal gibt, der eine nette und witzige Infotainment-Sendung über Computer und Internet bringt, wird kläglich enttäuscht. Schade eigentlich!

Selbst im Chat auf der GIGA-Homepage können die Moderator(inn)en keine Kritik vertragen und verbannen jeden, der nur irgendein kritisches Wort zur Sendung oder den (Modera-)Torten äußert, ins "Cyber-Exil".

Daniel Engelbarts ist freier Journalist. Er schreibt unter anderem für den netNewsletter und NetRadio.

++ Die Homepage der neuen Internet-Sendung:
* http://www.giga.de

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Veranstaltungen

13. Veranstaltungstip: Electronic Commerce als Wachstumsmarkt

Crocodial Communications veranstaltet am 11.12. ein eintägiges Seminar zum Thema "Electronic Commerce als Wachstumsmarkt", bei dem unter anderem der wirtschaftliche Einsatz von eCommerce, Erfolgsfaktoren der Implementierung, Marketingstrategie und konzeptionelle Umsetzung am Beispiel Kosten- und Budgetplanung sowie Sicherheits- und Rechtsfragen erläutert werden.

+ Datum: Freitag, den 11.12.1998
+ Ort:Hamburg, Ruhrstr. 61
+ Preis:DM 195,--
+ Dozentin:Katrin Makko
+ Veranstalter:Crocodial Communications Entwicklungsgesellschaft mbH
+ Telefon:040 / 85326428
+ Telefax: 040 / 85326464

 * http://www.crocodial.de/learning_line/

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14. Die geplanten Themen in NetRadio

Diesen Samstag bringt Ihnen unser Gast, der bayerische Starkoch Alfons Schuhbeck, einen ganzen Nikolausstiefel voller Links zum Thema Kochen, Backen und Weihnachtsvorbereitungen mit.

Außerdem enthält unser Adventskalender noch folgende Überraschungen:

  • Die neuen Serviceleistungen des Berliner Senats: Internet bald für jedermann?
  • In unserer Netzgeschichte erfahren Sie, was auch Ihrem Computer gefährlich werden könnte.
  • Die Rubrik "Hall of Shame" ist diese Woche völlig für die Katz'...
  • In den "Webseiten der Woche" zeigen wir Ihnen eine Seite, die dem Begriff Internetcommunity eine ganz neue Bedeutung gibt.
  • In "Allein gegen NetRadio" stellen Sie uns auf die Probe: Wir lösen innerhalb einer Stunde Ihre Surf-Aufgabe oder - Sie haben gewonnen, und zwar ein Bayern 3 Radio.
  • Eine Liveschaltung zu Wolfgang Back bei der langen Nacht des WDR-Computer Clubs, mit dem größten Linux-Cluster der Welt.

Sie erreichen uns während der Sendung:

    + Telefon: 0800 / 800 3 800 (kostenfrei)
    + Internet: http://www.bayern3.de/netradio/
    + Chat: irc.netradio.de     Channel: #netradio
    + Webcams:   http://www.bayern3.de/netradio/live/cams/

Gewinnen Sie bei uns: 1 Nokia Communicator, 6 Monate Gratiszugang, Internet-Bücher
* http://www.bayern3.de/netradio/sendung/gewinnspiel/

Bis Samstag um 21Uhr!

Das NetRadioTeam

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Lexikon der PC- und Online-Fachbegriffe

15. Router

Unter einem Router versteht man ein Computersystem, das für die Weiterleitung von Nachrichten zwischen zwei unabhängigen Netzen beziehungsweise Netzwerksegmenten zuständig ist. Verwenden die miteinander kommunizierenden Systeme unterschiedliche Protokolle, so übernehmen sogenannte "Gateway-Rechner" eine Art "Dolmetscher-Funktion" und sorgen für die reibungslose Verständigung.

Im allgemeinen Gebrauch meint man mit Router aber meist ein "Hardware-Kästchen", das via ISDN oder Standleitung einen Übergang ins Internet herstellt.

++ Marktführer bei Internet-Routern ist Cisco.
* http://www-search.cisco.com/warp/public/729/fec/fetec_wp.htm

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Tips & Tricks

16. Windows 95: Wordpad nach Maß

Paßt Ihnen das Erscheinungsbild des Windows-Zubehörprogrammes Wordpad nicht? Möchten Sie die Symbol- bzw. Bearbeitungsleiste des Programmes nach Ihren individuellen Wünschen auf dem Bildschirm positionieren? Wenn ja, dann gehen Sie wie folgt vor:

  1. Klicken Sie eine der freien Stellen der zu verschiebenden Leiste mit links an und halten Sie die Maustaste gedrückt.
  2. Bewegen Sie den Mauszeiger (bei gedrückter linker Maustaste) auf die gewünschte Zielposition und lassen Sie die Maustaste dann los.

Ganz einfach.
Übrigens: Sie können, wenn Sie möchten, sowohl die Symbol- als auch die Bearbeitungsleiste auch außerhalb des regulären Wordpad-Fensters positionieren. So erhalten Sie einen größeren Text- bzw. Arbeitsbereich, und sie müssen in Ihrem Dokument erheblich seltener scrollen.

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17. WinWord 97: Schneller markieren mit F8

Gehören Sie auch zu der Gruppe der WinWord-Anwender, die die Funktionalität der F8-Taste bislang (noch) nicht effektiv nutzen? Falls ja, werden Sie sich künftig garantiert eines besseren besinnen. Denn die Funktionstaste F8 bietet Ihnen eine Vielzahl bequeme Möglichkeiten, die das Markieren von Textstellen deutlich erleichtern. Wir sagen Ihnen welche:

  1. Betätigen Sie F8, um die Erweiterte Markierung zu aktivieren.
  2. Betätigen Sie erneut F8 und Word markiert das aktuelle Wort.
  3. Ein wiederholtes Drücken von F8 bewirkt das Markieren des aktuellen Satzes.
  4. Wollen Sie den aktuellen Absatz komplett auswählen, drücken Sie ein viertes mal F8.
  5. Wenn Sie die Taste ein fünftes mal betätigen, markiert Word das gesamte Dokument.

Und noch etwas: Um eine einmal vorgenommene Markierung rückgängig zu machen (also z.B. um von einer Absatz- zu einer Satzmarkierung zurückzukehren), reicht eine Aktivierung der Tastenkombination Shift + F8. Wollen Sie die Funktion "erweiterte Markierung" ausschalten, betätigen Sie einfach die Taste ESC.

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netNewsLetter intern

Impressum

v.i.S.d.P: Thomas Aigner
Redaktion: Dirk Ifsen
Mitarbeit: Matthias Eichler
Laszlo Kreisz
Robert Zeithammel
Robert Erb
Tobias Steininger
Katja Schleicher
Daniel Engelbarts
Henriette Zeltner
HTML-Umsetzung:Sebastian Tuke
  

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