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> 23.08.2002 < ISSN 1617-2116 Ausgabe 34/2002

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1. Vorbildlich: Die beste Katastrophenhilfe gibt's bei Dresden.de

Leider war es nicht anders zu erwarten - neben zahlreichen seriösen Spendenaufrufen für die Hochwasseropfer tauchen zeitgleich die ersten Betrüger im Netz auf, die versuchen, aus der Jahrhundertflut Kapital zu schlagen. Kettenbriefe und dubiose Hilfsorganisationen werben um Geld-Spenden, die in den seltensten Fällen bei den richtigen Stellen landen. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) gibt deshalb online detailliert Auskunft über die Arbeit und Seriosität humanitär-karitativer Spendenorganisationen. Unter dzi.de steht eine Liste mit Namen, Adressen und Kontonummern jener Hilfswerke bereit, die seriöse Spendenkonten für die Opfer der Flutkatastrophe eingerichtet haben und das DZI-Spenden-Siegel tragen.

Die offizielle Internetseite der Stadt Dresden konnte indes in nur vier Tagen über 1,7 Millionen Seitenzugriffe verzeichnen. Drei Spiegelserver gewährleisteten die durchgängige Funktionsfähigkeit. Eine Notfall-Redaktion mit Rund-um-die-Uhr-Betrieb aktualisiert ständig den Pegel-Stand und stellt die wichtigsten Neuigkeiten sowie Telefonnummern für Betroffene und freiwillige Helfer online. Darüber hinaus finden sich auf der Seite auch Ratschläge, wie weiter vorzugehen ist: So sollten beispielsweise Keller nicht sofort ausgepumpt werden, da sonst statische Probleme drohen.

Das Internet ist während der Katastrophe zu einer der wichtigsten Kommunikationsplattformen geworden, meint Lutz-Wolfram Reiter von der Dresdner Notfall-Redaktion. Viele Menschen hätten das Medium ständig als aktuelle Informationsquelle über die Vorgänge in der Stadt genutzt. Durch die Bilddokumentation auf der Seite hätten sich viele Fahrten von Evakuierten zu ihren zurückgelassenen Häusern, Wohnungen und Grundstücken vermeiden lassen, da sie online über den derzeitigen Stand in dem Stadtteil informiert wurden.

Wegen des Abschaltens des Telefonnetzes im niedersächsischen Hochwassergebiet an der Elbe hat sich die deutsche Telekom die massive Kritik des Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel eingehandelt. Die betroffenen Menschen müssten durch die Situation den Eindruck bekommen, sie seien aufgegeben worden, so Gabriel. Die Telekom rechtfertigte den Entschluss damit, dass die Krisenstäbe angeblich zuvor über den Abbau der Anlage informiert wurden und im Falle einer Überflutung der Anlagen das Netz gleich für mehrere Wochen ausgefallen wäre. Während die Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten wegen dem Abbau von Anlagen oder den Schäden der Technik durch das Hochwasser weder Handy- noch Festnetz nutzen können, wurde für die Rettungskräfte eigens das digitale Funknetz TETRA eingerichtet, das zumindest die Kommunikation der Einsatzzentralen sichert.

Mit dem Schwinden des Wassers ist die Gefahr allerdings noch lange nicht vorbei. In dem mit dem Wasser transportierten Schlamm, der sich überall auf Straßen, in Kellern und in Wohnungen ablagert, sind gefährliche Krankheitserreger enthalten. Im schlimmsten Falle drohen sogar Epidemien. Das Umweltbundesamt hält auf seiner Webseite ein PDF-Dokument bereit, dass Tipps zur Vorbeugung gegen Krankheiten bei Hochwasser gibt. Zudem findet man dort auch eine ausführliche Linkliste mit Informationen für Hochwassergeschädigte.

In Zukunft soll die Bevölkerung im Katastrophenfall wesentlich schneller informiert werden. Innenminister Otto Schily und die Deutsche Telekom AG haben bereits im Januar einen Maßnahmenkatalog beschlossen: Künftig sollen im Katastrophenfall schrillende Funkuhren, sich selbst öffnende PopUp-Warnfenster im Internet und Meldungen per SMS auf jedes bundesdeutsche Handy die Bevölkerung warnen. [ag]

++ Seriöse Spendenadressen
* http://www.dzi.de/spetips.htm

++ Direkt - über eine gesicherte Verbindung - online spenden
* http://www.hochwasserhilfe-spenden.de/

++ Kommunen helfen Kommunen beim Wiederaufbau
* http://www.fluthilfe2002.org/

++ Die Notfall-Seite Dresden.de
* http://www.dresden.de/

++ PDF - Tipps zur Vorbeugung gegen Krankheiten bei Hochwasser
* http://www.umweltbundesamt.de/

++ Umweltbundesamt Linkliste: Informationen für Hochwassergeschädigte
* http://www.umweltbundesamt.de/neu/flut.htm

++ TETRA-Funk
* http://www.nahverkehr.nrw.de/prokamp/projektdetail_regiofunk_druckversion.html

++ Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft
* http://www.verbraucherministerium.de/

++ Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
* http://www.fal.de/

++ Betroffene Städte bitten im Web um Spenden
* http://www.grimma.de/
* http://www.tharandt.de/
* http://www.wittenberg.de/
* http://www.dessau.de/main/deu/index_0.htm
* http://www.lueneburg.de/
* http://www.torgau.de/torgau.html
* http://www.bitterfeld.de/
* http://www.baerenfels.de/
* http://www.woerlitz-information.de/

++ Aktuelle Pegelstände
* http://www.pegelstaende.de/

++ Der Klimawandel und seine Folgen
* http://mitglied.lycos.de/mili04/index.html

++ Perfide Marketing-Aktion - 15 Prozent Nachlass für "Hochwasseropfer": Stichwort "Hochwasser" an der Kasse sagen, genügt
* http://www.praktiker.de

++ Land unter in Deutschland: Mit dem Internet gegen die Flut
* http://www.netnewsletter.de/letter/aktuell/aktuell.html#1

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2. Wahlkreis300: Die Generalprobe zur Kanzlerwahl

Der Gang ins Wahllokal wird den Wähler auch am 22. September noch nicht erspart bleiben. Trotz der Anstrengungen der Bundesregierung in punkto eGovernment werden Wahlen per Internet nicht vor 2006 möglich sein. Als zu groß erweisen sich derzeit die datenschutzrechtlichen und juristischen Probleme.

Doch bereits einen Monat vor der Bundestagswahl kann sich die Internet-Gemeinde schon mal an den Anblick eines Stimmzettels gewöhnen und online das Ausfüllen üben. Unter wahlkreis300.net, einem Projekt der Forschungsgruppe Internetwahlen der Universität Osnabrück, warten ab sofort elektronische Stimmzettel.

Der virtuelle Wähler - Volljährigkeit ist bei dieser Wahl übrigens keine Voraussetzung - muss sich zuerst auf der Website mit Namen und Adresse anmelden und erhält dann per eMail eine Transaktionsnummer (TAN), um wählen zu können. Der User kann einerseits wie bei der realen Bundestagswahl seinen Stimmzettel ausfüllen, andererseits aber auch seine persönlichen Prognosen über den Ausgang der Wahl am 22. September abgeben.

Gewettet und abgestimmt wird natürlich nicht nur aus Spaß an der Freude. Die Forschungsgruppe verfolgt mir dem Projekt Wahlkreis300 durchaus ernsthafte Ziele, erklärt Prof. Dieter Otten von der Uni Osnabrück: Durch das Projekt soll die Akzeptanz der Internetwahl gefördert und mit den Wahlwetten ein Prognose-Instrument getestet werden. Die Forschungsgruppe selbst ist bereits seit 1999 führend in der Entwicklung von Wahlverfahren via Internet.

Das TAN-Verfahren und ein Passwort garantieren zwar, dass kein User zweimal zur Wahl spaziert, für eine reale Online-Wahl wäre diese Sicherheitsmaßnahme allerdings dann doch zu schwach. Das Wahlssystem "i-vote-Wahlprotokoll", das die Forschungsgruppe für den "ernsthaften Einsatz" entwickelt hat, garantiert die Sicherheit und die Anomymität der Wähler auf einem ganz anderem Niveau. Der Wähler identifiziert sich bei diesem Verfahren mit einer digitalen Signatur, also einer Signaturkarte. Dank eines so genannten "Systems der blinden Beglaubigung" kann man zusätzlich sicherstellen, dass die Stimmabgabe mit den Angaben zur Identität der Person nicht in Zusammenhang gebracht werden kann.

Die virtuelle Wahl erfreut sich indes größter Beliebtheit - bereits am ersten Tag des Wahlkreises300 - am 22. August - wurden über 700 Stimmen abgegeben. Interessanterweise weichen die Entscheidungen der User, laut Prof. Dieter Otten bei Abstimmungen und Wetten stark voneinander ab. Während sich die Internetwähler beim letzten Wahlprojekt 1998 schon sehr stark grün und liberal orientierten, seien sie dennoch sehr wohl in der Lage gewesen bei den Wetten das Wahlergebnis der Bundestagswahl genau vorherzusagen. Der Internetwähler ist also offensichtlich ein Mensch, der ein gutes Gefühl für Trend, Zeitgeist und politische Entwicklung hat - davon ist zumindest Prof. Otten überzeugt. Die Ergebnisse der diesjährigen Online-Wahl werden am Wahlabend, am 22. September um 18.00 Uhr auf wahlkreis300.net veröffentlicht.

2006 soll die Internetwahl dann nicht mehr nur Prognosezwecken dienen, sondern tatsächlich und ganz real über den Wahlausgang mitentscheiden. Die Forschungsgruppe von Prof. Otten arbeitet im Auftrag der Bundesregierung intensiv an der technischen Realisation der künftigen Internet-Wahlen. Am 22. September 2002 heißt es erst noch einmal in's Wahllokal spazieren und dann hoffentlich ein letztes mal offline wählen. [ag]

++ Die virtuelle Wahl
* http://www.wahlkreis300.net

++ Das System i-vote
* http://www.internetwahlen.de/

++ Uni Osnabrück
* http://www.uni-osnabrueck.de/

++ Wenn's mal wieder länger dauert: Wahlen per Internet erst ab 2010?
* http://www.netnewsletter.de/letter/archiv/0209.html#1

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3. Megapixel statt Rollfilm: Warum Sie jetzt umsteigen sollten

Zwei junge Frauen entschließen sich für eine Rom-Rundfahrt. Die eine ist so schlau, einen ISO-400-Film eines Markenherstellers zu kaufen, die andere nimmt einen Billig-Film. Nach der rasanten Rundfahrt gibt's einmal perfekt scharfe Urlaubsfotos, das andere mal verschwommene Schnappschüsse. So die aktuelle Werbung zur Urlaubs-Saison. Tja, mit einer Digital-Fotokamera wäre das nicht passiert - analoge Filme sind passť. Allerdings haben dafür die digitalen Pendants das Problem, dunkle Aufnahmen meist mit verrauschten Bildern zu bestrafen. Auch wenn aktuelle Kameras versprechen, alle Lichtempfindlichkeiten von ISO 80 bis ISO 800 'simulieren' zu können - das Ergebnis ist dann zwar nicht grobkörnig, aber grobpixelig. Analog und Digital nehmen sich nicht mehr viel; prinzipbedingte Vor- und Nachteile wiegen sich auf. Inzwischen kann aber selbst die Omi eine DigiCam bedienen - und freut sich, wenn sie sich selbst auf dem Mini-Kontroll-Monitor am Strand von Rügen bewundern kann.

Vom Komfort her kann natürlich die Digitalkamera auftrumpfen. 128-MB-Speicherkarte und Akkus rein - und ab in den Urlaub. Schlimmstenfalls macht mal der Akku schlapp, wenn man vergessen hat, ihn über Nacht aufzuladen. Aber überall dort, wo's analoge Foto-Filme gibt, kann man auch Batterien kaufen. Dumm nur, wenn die Digitalkamera keine Standard-Batterien schluckt - dann muss es halt ein teurer Zweit-Akku sein. Zumindest die große Frage der vergangenen Jahre - sind die Digitalkameras schon ausgereift genug? - kann man inzwischen aber mit einem definitiven 'Ja!' beantworten. Zwar geht die Entwicklung, besonders was die Auflösung angeht, noch immer weiter, aber mehr als drei Megapixel müssen für den Durchschnitts-Konsumenten eigentlich gar nicht sein. Das haben auch die Kamera-Hersteller erkannt und legen nun statt dessen den Schwerpunkt auf mehr oder weniger sinnvolle 'Innovationen' wie HotSync-Stationen, Bewegtbild-Aufnahmemöglichkeiten oder integrierte MP3-Player.

Otto-Normal-Verbraucher sollte sich jetzt also den Umstieg überlegen. Mit einer Digitalkamera kann man schließlich knipsen, was das Zeug hält, und dann zu Hause auswählen, welche Fotos man online zum Entwickeln schickt. Der einzige Knackpunkt ist allerdings - auch heute noch - die Anschaffungskosten. Während Analog-Kameras schließlich bereits für ein paar Euro zu haben sind, kosten die Digitalen 125 Euro aufwärts. Dafür gibt's allerdings lediglich 'Spielzeug-Kameras' mit schlechter Auflösung (max. 1,3 Megapixel), integriertem Speicher und ohne Kontroll-Display.

Eine gute Digitalkamera sollte dagegen Bilder schießen, die man auch als Foto entwickeln lassen kann. Grundsätzlich gilt: das Bild sollte eine Auflösung von 150 bis 300 Punkten pro Inch (dpi) aufweisen, damit es nach dem 'Entwickeln' wie ein waschechtes Foto aussieht. Für ein übliches 15 x 10 cm großes Foto (entspricht etwa 6 x 4 Inch) genügt somit eine Auflösung zwischen 900 x 600 Bildpunkten (540.000 Pixel) und 1800 x 1200 Bildpunkten (2.160.000 Pixel). Leider ist Pixel aber nicht gleich Pixel - da der Bildchip in Digitalkameras seine (für die Bildschärfe zuständigen) Helligkeitsinformationen aus benachbarten Farbpixeln berechnet, sind Digitalkamera-Bilder prinzipbedingt unscharf - mit einem Faktor von etwa 1,5. Das läßt sich auch einfach überprüfen: Zoomen Sie in einem Digitalkamera-Foto auf die 1:1-Ansicht - und es wirkt leicht schwammig. Mit dem Faktor 1,5 benötigt man also eine nominelle Auflösung von 810.000 bis 3.240.000 Pixeln. Aber Kameras zwischen einem und drei Megapixeln gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Ab 150 Euro für eine 'kleine Digitale' ist man also tatsächlich schon dabei.

Beim Entwickeln gehen die Preise allerdings noch weit auseinander: Während man für die Analog-Kamera erst einmal einen Farbfilm kaufen muss, kann man bei der Digitalkamera immer wieder auf die selbe Karte speichern - dafür zahlt man bei den meisten Digitalfoto-Entwicklern eine Servicegebühr für den Auftrag. Inzwischen sprießen auch immer mehr Digital-Entwickler aus dem Boden - kein Drogerie-, kein Elektronikmarkt, der nicht den Online- und Offline-Empfang sowie - Versand im Angebot hat. Bei Preisen ab 18 Cent für ein 15x10-Foto ist ein Digi-Bild nicht mehr teurer als ein Analog-Foto. Dennoch entscheidet natürlich nicht nur der Preis: Bei unseren Tests hat sich herausgestellt, dass ein 15-Cent-Aktionsangebot-Foto auf Kodak-Karton aus dem Saturn bei weitem nicht so hochwertig wirkte, wie ein 34-Cent-Qualitäts-Bild auf Agfa-Papier von Colormailer.de. Aber die paar Cents mehr gibt man gerne aus - muss man für ein paar gelungene Schnappschüsse schließlich nicht gleich den ganzen 36'er Film entwickeln lassen. [ts]

++ günstig digitale Bilder vom Drogeriemarkt - z.B. bei dm:
* http://www.dm-drogeriemarkt.de/CDA/content/0,1647,0-106-588,00.html

++ Unser Tipp: Nutzen Sie eine Fotolabor, das die Fotowire-Upload- Software unterstützt (kann in der Software ausgewählt werden):
* http://www.fotowire.com/home/

++ z.B. Colormailer (hochwertige Agfa-Abzüge):
* http://www.colormailer.de

++ Aktionsangebot: 20 Abzüge (15x10 cm) für 3 Euro:
* http://www.saturn.de/

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Praktikum in der AME-Radioredaktion München

Für die Mitarbeit an unseren Nachrichten-, Magazin- und Talkformate für die Radiokette der Frankfurter Allgemeinen Zeitung suchen wir junge, motivierte Mitarbeiter/-innen, die bei uns die Chance eines Praktikums nutzen wollen.

Wer Lust hat, gemeinsam mit uns 3 Monate an einem Strang zu ziehen, kreativ und belastbar ist, in einem Team arbeiten kann, etwas von Internet, Computer und Telekommunikation versteht und noch viel mehr lernen möchte, sollte sich bei AME bewerben.

Mehr Infos unter http://ame.de/sixcms/detail.php?id=245

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4.1 Fly or die? Ein Pilot aus Leidenschaft heilt im Web Ihre Flugangst

Fliegen ist ja so ungefährlich. Wissen wir ja alle. Statistiken besagen beispielsweise, dass man über 438 Jahre lang 24 Stunden täglich im Flugzeug sitzen müsste, um tatsächlich in einen fataleren Unfall verwickelt zu werden. Nur leider ist das den meisten, die unter Flugangst leiden, so was von herzlich egal. In vielen Fällen entsteht Flugangst aber nur in Ermangelung besseren Wissens - glaubt zumindest "KH Lin", der Pilot einer Boeing 777. Deswegen hat Lin auch eine Website online gestellt, auf der er beispielsweise klarstellt, dass eine Boeing 777 auch klasse mit nur einer Düse weiterfliegen kann und Turbulenzen zum Fliegen genauso dazugehören wie Zucker zum Kaffee.

Neben einer wirklich ausführlichen FAQ-Liste, die schon fast jede erdenkliche Frage abdeckt, besteht natürlich die Möglichkeit, dem Piloten per eMail selbst Fragen zu stellen. So wollte beispielsweise Raid Asfour aus Australien wissen, was passiert, wenn unglücklicherweise während eines Fluges mit einer Boeing 777 gleich beide Triebwerke den Geist aufgeben. Und wer hätte das gedacht - abgesehen davon, dass die Wahrscheinlichkeit für einen derartigen Zwischenfall praktisch bei null liegt, ist selbst dann noch nicht alles verloren. Der Flieger fällt keinesfalls wie ein nasser Sack vom Himmel, sondern kann immer noch in einen eleganten Gleitflug übergehen.

Technisch interessierten Flugzeug-Fans, aber auch ahnungslosen Flugangst-Patienten sei die liebevoll zusammengestellte und absolut informative Webseite von KH Lin in jedem Falle empfohlen. Sollte selbst das frisch gewonnene Wissen um harmlose Turbulenzen und sanften Gleitflug die Flugangst nicht mindern können - Lufthansa veranstaltet regelmäßig an Wochenenden in fast allen deutschen Flughafenstädten "Seminare für entspanntes Fliegen". [ag]

++ KH Lin ist Pilot einer Boeing 777 und kennt sich besten aus
* http://www.geocities.com/khlim777_my/

++ Lufthansa will Tickets verkaufen - auch an Ängstliche
* http://www.flugangst.de/

++ Statistiken - die sichersten Airlines
* http://www.airdisaster.com/statistics/

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4.2 It's wanderful: Ganz Deutschland ist 'wanderbar'

Das Wandern ist ja bekanntlich nicht nur des Müllers Lust, sondern auch das zahlreicher, marschfreudiger anderer Menschen. Und um dieser Leidenschaft so richtig frönen zu können, sollte der Wander-Fan vor dem Schuhe schnüren noch einen kurzen Spaziergang ins Web machen.

Unter wanderbares-deutschland.de haben nämlich der Verband deutscher Gebirgs- und Wandervereine und der deutsche Tourismusverband ein Portal ins Leben gerufen, das insgesamt 42 wunderbare Wanderwege quer durch Deutschland vorstellt. Neben einer ausführlichen Beschreibung der Route samt Wegbeschaffenheit und Höhenprofil, gibt es zu jeder Tour die passende Wanderkarte direkt online zu bestellen.

Für Hardcore-Wanderer, die sich mit dem Spaziergang durch die fränkische Schweiz längst nicht mehr zufrieden geben, hält die Rubrik "Europäische Wanderwege" sicherlich ein paar Highlights bereit. Dahinter steckt nämlich ein "grenzüberschreitendes Europäisches Fernwegenetz" mit - im wahrsten Sinne des Wortes - atemberaubende Wegen. Beispielsweise die Route E3: Vom Atlantik über die Ardennen, das Erzgebirge und die Karpaten ans Schwarze Meer. Mein lieber Scholli, wenn das mal kein anständiger Spaziergang ist!

Großes Lob an die Macher der Seite - die Bedienung ist absolut intuitiv, die Beschreibungen sind anschaulich und enthalten wirklich alle erdenklichen Informationen, die der moderne Wanderer von heute benötigen könnte. Was hält uns da noch am Schreibtisch - das wanderbare Deutschland wartet auf uns! [ag]

* http://www.wanderbares-deutschland.de/

++ Wandern und Reisen quer über den gesamten Globus
* http://www.globosapiens.net/

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4.3 Ähms.de: Wie oft stottert Stoiber am Sonntag?

Im Online-Wahlkampf ist in diesem Jahr scheinbar alles erlaubt. Längst versuchen die Parteien online nicht mehr nur mit Wahl-Versprechen zu punkten, sondern auch mit besonders schlagkräftigen Domain-Namen. Die SPD registrierte www.stoiber-muss-weg.de oder www.nicht-regierungsfähig.de, die CDU konterte mit www-stoppt-schröder.de und www.der-bessere-kanzler.de.

Doch jetzt, 30 Tage vor der Wahl, zieht die SPD in jedem Fall die Lacher auf ihre Seite. Die Bundestagskandidatin Gabriele Frechen hat sich nun die Internetadresse www.aehms.de sichern lassen - Eine schlagkräftige Anspielung auf die vielen Stotter-Denk-Pausen des Kanzlerkandidaten. Dort können Internetnutzer mittels Online-Formular die Zahl der Stoiber Ähms bei den jeweiligen TV-Rededuellen der beiden Konkurrenten schätzen. Tja, und was meint Herr Stoiber dazu? "Äähm, ja, ich, äääähm...". Na dann ist ja alles klar, Ede. [nr] [nr]

++ Jaja, die Sprachfertigkeit...
* http://www.aehms.de

++ Hilfreiche Links zum Online-Wahlkampf:
* http://www.netnewsletter.de/letter/archiv/0216.html#1

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4.4 Endlich erfahren wir, welches Bild Außerirdische von uns haben!

An einem sonnigen 20. August im Jahre 1977 legte das Nasa-Team um Carl Sagan vorsichtig eine goldene Bild-Ton-Platte in die Raumsonde Voyager I und schoss sie anschließend ins All. Seitdem, seit ziemlich genau 25 Jahren also, schwirrt eine Platte mit insgesamt 115 Bildern von der Erde und den Menschen irgendwo da draußen rum. Was die Aliens erwartet, wenn sie diese Platte auflegen, ist jetzt auch im Internet zu sehen.

Raumschiffe, Hochhäuser, Straßen, Bauernhöfe und afrikanische Lehmdörfer sind unter anderem auf der "Golden Record" abgebildet. Fotos von nackigen Menschen gibt es allerdings keine. Die Raumfahrtbehörde hat sich gegen "Sex" entschieden, weshalb sich auch Genkünstler Joe Davis zu der Aussage hinreißen ließ, dass es kein Wunder sei, dass ständig interessierte Außerirdische auf die Erde kommen und sexuelle Experimente an uns vornehmen würden.

Schon das Cover der Platte ist spektakulär. Würden die Abbildungen darauf nicht auf der Website erklärt werden, stünde man als "normaler Mensch" schon da vor einem großen Rätsel. Man kann nur hoffen, dass es den Aliens da anders ergeht oder dass sie über einen Internet-Anschluss verfügen. Ebenso zu hoffen bleibt, dass Außerirdische eine Schwäche für Beethoven und Bach haben, denn von diesen beiden Komponisten werden sie gleich eine ganze Reihe an Hörproben serviert bekommen.

Spannend ist das ja schon. Die Voyager I ist übrigens nach 25 Jahren so weit geschwirrt, dass es nicht möglich wäre, sie mit der momentanen Technik wieder einzuholen - ein Update der Platte ist somit nicht möglich. Mal sehen, ob und wer die "Golden Record" weit fernab unseres Sonnensystems aufgreift und sich denkt: "meine Güte, was sind denn das für durchgeknallte Hippies". [ag]

* http://voyager.jpl.nasa.gov/spacecraft/goldenrec.html

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5. Star Downloader - Downloads ohne Werbung und Spyware (Freeware)

Das Herunterladen von Dateien galt schon immer als eine Art Volkssport im Internet. Nicht zuletzt aus diesem Grund gibt es dafür auch unzählige Hilfsprogramme, die sogenannten Download-Manager. Auch das Freeware-Programm "Star Downloader" zählt dazu.

Das Besondere an Star Downloader ist, dass das Programm - obwohl es Freeware ist - komplett ohne Werbeeinblendungen und Spyware-Funktionen auskommt. Stattdessen bauen die Entwickler von Star Downloader auf die Fairness der Benutzer, die sich mit einer kleinen Spende erkenntlich zeigen sollen.

Das Programm verfügt über die für Download-Manager üblichen Funktionen, die auch bei Gozilla, GetRight & Co. zu finden sind: Das Programm integriert sich beispielsweise automatisch in Internet Explorer, Netscape oder Opera und leitet Downloads in den Browsern selbstständig auf das eigene Programm um. Dabei kann in den Einstellungen frei bestimmt werden, ob bestimmte Dateitypen im Browser geöffnet oder doch direkt heruntergeladen und abgespeichert werden sollen.

Dass das Programm aber auch im Herunterladen der Dateien schneller ist als die Download-Funktion des Browsers, liegt daran, dass Star Downloader von einer Datei mehrere Fragmente gleichzeitig herunterladen kann. Somit können z.B. Verbindungen von Servern, die ihre Bandbreite pro Download begrenzen, beschleunigt werden. Wenn alle Datei-Teile heruntergeladen sind, werden sie wieder miteinander verbunden und im zuvor definierten Zielverzeichnis abgelegt.

Auch kann sich Star Downloader automatisch zu einem festgelegtem Zeitpunkt ins Internet einwählen, einen definierten Download ausführen und die Verbindung anschließend wieder beenden. Dies ist für Benutzer mit einem Dialup-Zugang sinnvoll, die nachts oder am Wochenende günstiger surfen können.

Zu Zeiten in denen 0190-Dialer und Würmer Hochkonjunktur haben, ist auch vorteilhaft, dass man Star Downloader mit einem beliebigen Antivirus-Programm verknüpfen kann. Heruntergeladene Dateien werden dann vor der Freigabe zuerst automatisch nach Viren durchsucht.

Mit dieser Vielzahl von Funktionen kann Star Downloader klar mit seinen kostenpflichtigen Konkurrenten mithalten. Besondere Anforderungen für dieses Windows-Tool, das auch eine deutschsprachige Oberfläche bietet, gibt es nicht. [st]

* http://www.stardownloader.com/index.php

++ Was ist eigentlich "Spyware"?
* http://www.netnewsletter.de/letter/archiv/0214.html#11

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OnlineMix

6. Pressefreiheit? Indische Regierung macht Online-Dienst platt

"Tehelka" heißt auf Hindi "große Aufregung". Tehelka.com ist eines der prominentesten indischen Internet-Portale, bzw. Online-Magazine. Jetzt steht der Dienst vor dem Aus, weil seine Journalisten zu gut sind. Tehelka-Mitarbeiter deckten unter anderem Korruptionsskandale hochrangiger Politiker auf, so dass bereits mehrere Abgeordnete ihre Schreibtische räumen mussten und diverse Offiziere der Armee ihren Status verloren haben. Tehelka.com wird deshalb jetzt von oberster Stelle systematisch zugrunde gerichtet.

Unter dem Codenamen Operation West End führte Tehelka.com über acht Monate hinweg eine verdeckte Operation durch. Zwei Journalisten gaben sich als Vertreter einer fiktiven britischen Firma namens West End aus, die der indischen Armee Nachtsichtgeräte verkaufen wollte. Dann versuchten sie mit den Entscheidungsträgern des Verteidigungsministeriums in Kontakt zu treten, was erstaunlich schnell gelang. Der Weg dahin war allerdings gepflastert mit dubiosen Mittelsmännern, seltsamen Meetings in Fünf-Sterne-Hotels und saftigen Bestechungsgeldern.

Von den einst 120 Journalisten, die für Tehelka.com arbeiteten, sind heute gerade einmal 20 übrig geblieben. Und auch die haben seit sechs Monaten kein Gehalt mehr bekommen. Nachdem aufgrund der Recherchen des Dienstes diverse Skandale aufgedeckt wurden, rächten sich Teile der indischen Regierungsmitglieder prompt: mehrmals wurden Razzien gegen den Newsdienst angesetzt, zwei Redakteure wurden sogar vom Arbeitsplatz weg verhaftet. Die Finanziers der Online-Journalisten sind ebenfalls auf der Abschussliste: So bezichtigt die indische Börsenaufsicht das Unternehmen First Global Stock Broking verbotener Insidergeschäfte. Die für den Dienst überlebensnotwendigen Werbeeinnahmen bleiben aus.

Tehelka.com ist in englischer Sprache gehalten und deshalb nicht nur für die indische Bevölkerung interessant. Neben dem Investigativ-Journalismus des Tehelka-Team - bei Klick auf "investigative" auf der linken Seite der Homepage nachzulesen - liefert der Online-Dienst Nachrichten zu Sport, Gesundheit, Entertainment und Literatur.

Dass sich nun doch noch alles zum Guten wendet und der Dienst überlebt, ist kaum anzunehmen. Und vergleichbare Onlinedienste wird man in Indien nur schwerlich finden. [ag]

* http://www.tehelka.com/

++ The Hindu - Indische Zeitung über Tehelka.com
* http://www.hinduonnet.com/thehindu/2001/03/22/stories/0822057l.htm
* http://www.hinduonnet.com/thehindu/2001/09/02/stories/13020697.htm

++ BBC über die Arbeit von Tehelka.com
* http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/1220044.stm

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7. Weblisten.com - das kommt dem deutschen Phonoverband spanisch vor

Diego Escalante kommt ins Schwitzen. Und das liegt nicht daran, dass er im spanischen Madrid zu Hause ist, sondern weil er das Internetportal Weblisten.com betreibt (siehe nNL 33/2002). Dort kann sich der Musikfreund - legal - aus einer Titelauswahl von 125.000 Chart-Hits, gegen Gebühr, bedienen. Und das klappt billig, schnell und sicher.

Mittlerweile ist aber gar nicht mehr sicher, ob das Geschäft mit Spanien rechtlich so einwandfrei ist. Clemens Rasch, Justiziar beim Phonoverband in Deutschland sieht in Weblisten.com einen klaren Verstoß gegen deutsche Lizenzbedingungen. Und auch in Spanien steht der Musikdienst nicht so sauber da, wie man meinen möchte: Seit 2001 wird dort der Fall vor Gericht verhandelt. "Die deutschen Nutzer sollten sich bewusst sein, dass sie Daten von einem illegalen Dienst aus dem Internet runterladen und machen sich somit auch strafbar." Man wolle aber nicht gegen die Kunden, sondern gegen die Betreiber des Dienstes vorgehen, sagte Rasch im nNL-Interview.

Es scheint also nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis Weblisten.com wieder von der Bildfläche verschwindet. Bleibt bis dahin zu entscheiden, ob der Nutzer nun seine Audiodateien lieber illegal und dafür kostenlos, oder "halblegal" und gegen Bares runterlädt. Wie man's auch macht - richtig macht man's keinesfalls. [cvs]

++ Der Dienst aus Spanien
* http://www.Weblisten.com

++ Der Phonoverband schimpft:
* http://www.ifpi.de

++ Alles über Weblisten.com:
* http://netnewsletter.de/letter/archiv/0233.html#2

++ Teurer aber legal - Popfile:
* http://netnewsletter.de/letter/archiv/0232.html#1

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8. Die Zahl der Woche: 43,5% versenden private Mails vom Arbeitsplatz

Ob erlaubt oder unerlaubt - viele der deutschen Arbeitnehmer tun es: Sie nutzen ihr dienstliches Mail-Programm auch zur privaten Korrespondenz. Täglich verschicken rund 43,5 Prozent private Mails vom Arbeitsplatz, 74,9 Prozent nutzen das Medium für private Kontakte mindestens einmal pro Monat. Rausgefunden hat das die Internet-Stellenbörse Monster.de in einer europaweiten Umfrage.

Im Europäischen Vergleich schneiden die Deutschen dabei allerdings richtig harmlos ab - in den anderen Euro-Ländern verschicken 58,5 Prozent der Arbeitnehmer täglich private Mails, regelmäßig immerhin 87,6 Prozent. Nur 12,4 Prozent der europäischen Nachbarn trauen sich aus Angst vor einem Jobverlust gar keine Privat-Post vom Arbeitsplatz zu versenden, in Deutschland sind es schon 25,1 Prozent.

Allgemein gilt natürlich: Computer, Netzwerk und Internetzugang gehören dem Unternehmen und dürfen deshalb nur für die Arbeit benutzt werden. Genau wie Privat-Telefonate kann die private Internet-Nutzung also stillschweigend geduldet oder aber auch explizit verboten sein. Dann darf man den Chef also nicht einmal böse sein, wenn er die "Privat-Post" heimlich mitliest. [ag]

++ Unerlaubt privat gesurft? Bei Monster.de gibt es neue Jobs
* http://www.monster.de/about/presse/mitteilungen/20020820/

++ Surfen im Internet und private eMails am Arbeitsplatz
* http://www.123recht.net/article.asp?a=1700

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9. Der Provider-Kostentest (Das günstigsten Internet-Zugänge)

Alles wird teurer. T-Online beispielsweise kündigte diese Woche neue Tarife an. Ab November kostet die DSL-Flatrate 4,95 Euro mehr, und es gibt neue, volumenbasierte Tarife. Jene gelten dann allerdings nicht nur für das 'normale' T-DSL, sondern auch für den schnelleren T-DSL-1500-Anschluss. Für T-DSL 1500 gibt es allerdings weder heute, noch ab November eine Flatrate.

Wer breitbandig über T-DSL 1500 surfen möchte, zahlt neben der normalen T-DSL-Grundgebühr (je nach Anschluss zwischen 12,99 und 19,99 Euro) einen Aufpreis von 9,99 Euro für das 1500'er T-DSL, sowie 25 Euro für den Internet-Zugang. Macht also insgesamt rund 50 Euro monatlich für die gut 1.500 Megabit/s schnelle Leitung. Dabei sind allerdings lediglich die ersten 5 Gigabyte inklusive. Danach zahlt man pro Megabyte 1,49 Cent, monatlich darf man maximal 204 Euro versurfen (dann greift die automatische "Limitsperre" - siehe AGBs). Mehr als knapp 19 Gigabyte sind somit pro Monat nicht drin - und Power-Usern würde damit bereits nach 28 Stunden Dauer-Downloading der Zugang gesperrt werden.

Doch die Zeiten, in denen die Telekom (samt Tochter T-Online) den Ton in puncto Leistungsmerkmale und Tarife angaben, sind vorbei. Der Festnetz-Anbieter Arcor zieht einfach mal schnell an der Telekom vorbei und bietet eine günstige DSL-1500-Flatrate an.

  • Arcor-DSL 1500: 1,5 Mbit-Anschluss mit Flatrate - Urteil: » sehr gut «

    Vorweg der große Nachteil von "Arcor-DSL 1500": Natürlich wird ein Festnetzanschluss bei Arcor vorausgesetzt. Leider ist Arcor kein kleiner Stadtnetz-Provider mit persönlichem Ansprechpartner, sondern, ebenso wie die Deutsche Telekom, ein großes Unternehmen mit vielen Call-Center-Mitarbeitern und langen Warteschleifen. "Protest-Wechsler" sollten Arcor also gleich wieder vergessen - sollte es einmal zu Problemen kommen, hängt man genauso in der Luft, als wäre man noch Telekom-Kunde.

    Davon abgesehen, überzeugt der 1500-Tarif von Arcor auf ganzer Linie: Ab Mitte Oktober gibt es Arcor-DSL 1500 an allen Standorten, an denen Arcor-DSL-Anschlüsse verfügbar sind (und die hohe Bandbreite technisch machbar ist). Wie bei der Telekom kostet das schnelle DSL 9,99 Euro Aufpreis zum normalen DSL-ISDN-Festnetzanschluss, der Internetzugang kostet, ebenfalls wie bei der Telekom/T-Online 24,95 Euro. Nur, dass es eben eine echte Flatrate ist - ohne Wenn und Aber.

    Auch die Kleinigkeiten überzeugen: Neben der Download-Geschwindigkeit von 1,5 Mb/s bietet Arcor eine Upload-Speed von 256 Kilobit/s - bei der Telekom sind's nur 192 kb/s. Die DSL-Hardware ist im Preis inbegriffen, und obwohl es eine Flatrate ist, darf man sogar mehrere PCs gleichzeitig anschließen (z.B. über einen Router).

    Fazit: Schon bei der Grundgebühr ist ein Arcor-DSL 1500 ISDN-Anschluss günstiger als das Telekom-Äquivalent. Dazu kommt, dass der Anschluss (beim Upload) schneller und inklusive einer echten Flatrate ist. Außerdem ist Arcor-DSL 1500 ab Mitte Oktober in allen Großstädten verfügbar, während die Telekom ihr Angebot erst sukzessive freischaltet. Wer also eine 1,5 Mb/s schnelle Flatrate möchte - bei Arcor heißt es zugreifen. [ts]

    ++ Arcor-DSL 1500 - günstiger als T-DSL 1500:
    * http://www.privat.arcor.net/produkte/arcor_online/ao_flatrate_dsl1500.shtml

    ++ Die aktuellen Preisinfos zu T-DSL 1500:
    * ftp://software.t-online.de/pub/service/pdf/lbdsl1500.pdf

    ++ Neue T-Online-Tarife ab September/November:
    * http://service.t-online.de/t-on/kund/anme/star/CP/cc-anmeldung-1102.html

    ++ ...zum Vergleich - die aktuellen Tarife:
    * http://service.t-online.de/t-on/kund/prei/star/CP/cc-preise-agb-start.html

  • Der Providerkostentest-Index: 1,41 ct/min (+0,00)
    [gebildet aus dem Durchschnitt aller Top-Listen-Tarife]

  • Die TopFree-Liste
    (echtes Internet-by-Call: die Einwahl ist unverzüglich und ohne aufwändige Formalitäten möglich)

    Nebenzeit Hauptzeit Takt Provider Website Nummer Name Passwort
    1,45 ct sec msn easysurfer hier 0192658 msn msn
    1,50 ct sec Easynet Easy-Call hier 019161 easycall@easy-call.net easynet
    1,36 ct 1,81 ct sec ATeO-ByCall.Fun hier 019389687 einwahl@ateo.de internet
    1,39 ct 1,81 ct sec aaxxess.net hier 019389687 eco@aaxxess internet
    1,39 ct 1,81 ct sec Econonet hier 019389687 econonet@internet econonet
    0,89 ct 1,45 ct min freenet Super CbC hier 019231760 beliebig beliebig
    1,39 ct min Callero by Call hier 019161 surf@callero callero
    1,41 ct min easysurf by call hier 019161 surf@easysurf4you easysurf
    1,44 ct min RTL NET hier 019161 rtl@net.de rtlnet
    DNS-Server:   ATeO:195.182.110.132   msn:192.76.144.66   Econonet:62.134.11.4
      Callero:193.189.244.197   freenet:62.104.191.241   aaxxess:62.134.11.4
    Die Angaben in den Listen sind ohne Gewähr.

  • Die TopPro-Liste
    (anmeldepflichtiges Internet-by-Call: erfordert vorherige Anmeldung/Einzugsermächtigung)

    Nebenzeit Hauptzeit Takt Provider Website
    1,43 ct sec freedee fun www.freedee.de
    2,00 ct sec KomTel - 0800 FoniNet   www.komtel.net/internet/kt_deutschld.html
    1,19 ct min CompuServe Night&Day www.compuserve.de/cso/_promo/preis.jsp
    0,99 ct 1,45 ct min freedee cool www.freedee.de
    1,45 ct 0,99 ct min freenet Business freenet.de/freenet/zugang/tarife/business/
    1,27 ct min Yahoo! Online de.docs.yahoo.com/yahoo-online/infoseiten/
    1,29 ct min freenet Sorglos freenet.de/freenet/zugang/tarife/sorglos/
    1,38 ct min NGI bycall www.ngi.de/x/net/index.php?main=23
    1,43 ct min Tiscali Online Plus www.tiscali.de
    1,43 ct min Comundo Call by Call www.comundo.lycos.de
    1,22 ct 1,68 ct min NGI plus www.ngi.de/x/net/index.php?main=22
     
    Die Angaben in den Listen sind ohne Gewähr.

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    Tipps & Tricks

    10. netNews - Das Magazin am Montag: CoPark - Parklücke dank GPRS

    Jeden Montag gibt es auf dem F.A.Z. Business-Radio ab 10 Uhr eine Stunde Internet zum Anhören! Natürlich auch per Live-Stream im Internet. Die Themen von "netNews - Das Magazin" am kommenden Montag, dem 26.8.02:

    » (10:08 Uhr) Wahlen im Netz - der virtuelle Wahlkreis

    Trotz der ausgefeilten eGovernment-Initiative der Bundesregierung werden Online-Wahlen wohl nicht vor 2006 möglich sein. Zu groß erweisen sich derzeit die datenschutzrechtlichen und juristischen Probleme. Um heute schon einmal Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln, simuliert der Wahlkreis300 einen Monat vor der Bundestagswahl eine Online-Abstimmung.

    * http://www.wahlkreis300.net

    » (10:21 Uhr) Urheberrecht: Verbraucherschutz contra Regierung

    Bis Ende des Jahres muss auch in Deutschland die neue EU-Urheberrechts-Direktive umgesetzt sein. Nach monatelanger Arbeit hat das Bundesjustizministerium nun den ersten Entwurf präsentiert. Während die Musikindustrie frohlockt, äußern die Verbraucherschützer scharfe Kritik: Das neue Urheberrecht würde das Recht auf Privatkopien verbieten.

    * http://www.bmj.bund.de/ger/themen/wirtschaft_und_recht/10000598/?
    sid=13a189cb4ae6641d069ac066551bce13

    » (10:44 Uhr) CoPark: Einparken via Internet

    Gerade in Ballungszentren ist das Thema Parkplatzsuche den meisten Autofahrern ein Gräuel: Meist dauert die Suche nach einer freien Lücke doppelt so lange als die eigentliche Fahrt. In München arbeiten IT-Experten und Wissenschaftler derzeit an dem System CoPark. Die Idee: Via Handy oder Internet werden Autofahrer zum nächsten freien Parkplatz gelotst und können diesen auch gleich reservieren.

    * http://copark.in.tum.de/

    » (10:54 Uhr) Es war einmal im Internet... die Netzgeschichte!

    Hier im netNewsLetter und in 'netNews - Das Magazin' auf dem F.A.Z. Business-Radio. Zudem hören Sie "Europa Online" - die wichtigsten Online-Geschehnisse in unseren Nachbar-Staaten:
    Österreichs digitale Krankenkarte "E-Card" lässt doch länger auf sich warten als geplant, in Russland findet die erste Tastatur-Weitwurf-Meisterschaft statt und ein Schweizer-Hacker macht SwissOne das Leben schwer. Er hat die Passwörter von über 250.000 eMail-Nutzern geknackt!

    "netNews - Das Magazin" empfangen Sie jeden Montag ab 10 Uhr live auf dem F.A.Z. Business-Radio. In Berlin, München und Frankfurt per Radio auf - Berlin: 93,6 MHz, München: 92,4 MHz, Frankfurt: 97,1 MHz - und weltweit am Computer per Live-Stream unter:

    * http://www.fazbusinessradio.de

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    11. Veranstaltungstipp: MEDIA@Komm-Kongress - 17. und 18. September

    Das Motto des der dritten MEDIA@Komm-Kongress in Nürnberg lautet "E-Government meets E-Business". MEDIA@Komm ist das bislang größte Multimedia-Projekt der Bundesregierung, in dem es um die sichere und rechtsverbindliche Interaktion zwischen Bürgern, Rathäusern und Marktplätzen geht.

    Am 17. und 18. September 2002 dreht sich in Nürnberg nun alles um die Kundenorientierung der kommunalen Verwaltung für die Wirtschaft durch eGovernment, um das gegenseitige Lernen von öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft bei der elektronischen Modernisierung sowie um öffentlich-private Partnerschaften. Aussteller können ihre eGovernment-Lösungen zudem an Messeständen und in programmbegleitenden Vorträgen vorstellen. Eine Anmeldung ist erforderlich. [ag]

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    12. Live-Streamtipp: Das große Kanzlerduell - Sonntag ab 20:30 Uhr

    Das mit Spannung erwartete Duell der Kanzlerkandidaten Schröder und Stoiber am Sonntag wird parallel zur TV-Ausstrahlung auf RTL und SAT1 auch exklusiv und live im Internet übertragen. Unter RTLnews.de können sich die User ab 20:30 ein umfassendes Bild der beiden Kontrahenten und deren Wahlversprechen machen. Wer das Streaming verpasst - das Kanzlerduell wird auch nach der Ausstrahlung noch als Video-on-Demand und in Textform abrufbar sein.

    Man darf also auch online gespannt sein, wie viele "ähms" Kandidat Stoiber diesmal hinbekommt und wie oft er RTL-Anchorman Peter Klöppel, der das Duell leitet, Frau Merkel nennen wird! [ag]

    * http://www.rtlnews.de/

    ++ bei der Konkurrenz wird auch gestreamt:
    * http://www.sat1nachrichten.de

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    13. Lexikon: Gnutella

    Gnutella ist eine Internet-Tauschbörse, die - ähnlich wie beispielsweise Kazaa oder seinerzeit Napster - ihre Teilnehmer direkt miteinander ("Peer-to-Peer") vernetzt. Im Gegensatz zu anderen Tauschbörsen gibt es bei Gnutella keinen Server "in der Mitte", der die angebotenen Dateien indiziert und Suchanfragen koordiniert - die Teilnehmer sind also tatsächlich ringförmig (jeder mit jedem) und nicht sternförmig (per Server) miteinander verbunden. Dementsprechend kann also auch nicht der Anbieter für eventuell illegal angebotene Dateien haftbar gemacht werden oder diese kontrollieren/blockieren. Da Gnutella ein frei zugängliches OpenSource-Protokoll ist, gibt es verschiedene Clients für Windows-, Mac- oder Linux-Betriebssysteme. [ts]

    * http://www.gnutella.com/

    ++ Netzgeschichte zu Gnutella:
    * http://netnewsletter.de/letter/archiv/0233.html#14

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    14. Netzgeschichten alle 2 Wochen NEU in der ComputerBild:
    Legenden und wahre Geschichten, die das Internet schrieb

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    15. netNewsLetter-Gewinnspiel: Internetratgeber "Medien in Kinderhand"

    Eine Flut an Medienangeboten prasselt täglich auf uns ein. Da ist es oft schon für Erwachsene schwierig, aus den angebotenen Inhalten die Spreu vom Weizen zu trennen. Für Kinder und Jugendliche ist es umso schwieriger. Deshalb ist es notwendig, dass Kinder und auch Erwachsene den richtigen Umgang mit den Medien lernen.

    Hier möchte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen helfen. Der Ratgeber "Computer, Handy, TV & Co." soll Eltern Orientierungshilfe bieten. Themen wie richtig Fernsehen, das Handy auf dem Wunschzettel, die Playstation-Hausaufgaben-Diskussion, ab wann ein Kind den Computer nutzen kann etc. werden ausführlich besprochen. Der Medienratgeber bietet Kriterien zur Bewertung einzelner Angebote und befasst sich mit Ärgernissen und Besonderheiten verschiedener elektronischer Medien. Weil auch wir uns mit Ärgernissen und Besonderheiten elektronischer Medien beschäftigen, verlosen wir in diesem netNewsLetter (weil es so gut passt) vier Ausgaben des Ratgebers.

    Das tut auch gar nicht weh: Senden Sie einfach eine eMail an Redaktion@netNewsLetter.de - und damit's nicht all zu einfach ist, beantworten Sie schnell folgende Frage: Wieviele Arbeitnehmer versenden laut einer aktuellen Studie private Mails von ihrem Arbeitsplatz?

    Das Kleingedruckte: Das Los (in Form von Glücksfee Agnes) entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen, AME-Mitarbeiter sind es auch. Im Fall eines Gewinns werden Sie per eMail benachrichtigt. Und natürlich werden Ihre eMail-Adressen nicht gesammelt, sondern nur für die Auslosung verwendet. [cvs]

    ++ Man kann das Buch auch auf dem herkömlichen Weg anfordern:
    * http://www.vz-nrw.de/SES67291425/doc5555A.html

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    netNewsLetter intern

    16. Impressum

    Herausgeber: Thomas Aigner [ta]
    Leitender Redakteur:  Tobias Steininger [ts]
    Redaktion: Agnes Gsell [ag]
    Nicola Retter [nr]
    Chr. von Schierstädt [cvs]
    Gerold Riedmann [gr]
    Sebastian Tuke [st]
    Anselm Uhirek [au]
    HTML-Umsetzung:Sebastian Tuke [st]
      

    Der "netNewsLetter" ist ein kostenloser Service der

      AME Aigner Media & Entertainment ®
      Bavariaring 8
      D-80336 München
      Tel: [+49] 089-427 05-0
      Fax: [+49] 089-427 05-400

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